Der Weg zum Beruf - Eine Erfolgsgeschichte

Die Geschichte von einem jungen Syrer, der mit Hilfe des ESF-Projekts MiiDU – Migrant*innen in duale Ausbildung erfolgreich in eine duale Ausbildung als Mechatroniker vermittelt wurde.

Mit Unterstützung von MiiDU hat Fawwaz Shabby eine Ausbildung zum Mechatroniker gefunden. Hier erzählt er uns seine Geschichte!

Steckbrief:

Vorname: Fawwaz
Nachname: Shhaby
Herkunftsland: Syrien
Job-Titel: Auszubildender zum Mechatroniker für Betriebstechnik
Firma: Burger Knäcke GmbH + Co. KG in Burg

Interview:

Ich gehöre zu den vielen, die im Sommer 2015 aus der umkämpften Stadt Aleppo flüchteten. Wir waren eine Gruppe von zwölf, die den Weg über die Balkanroute nahm. Wir blieben immer zusammen und haben gemeinsam Deutschland erreicht. Hier trennten wir uns. Einige kamen in München, Hamburg oder Frankfurt a. M. unter, ich landete am 24. August in Magdeburg.

Seit September 2015 habe ich in zwei Sprachkursen Deutsch gelernt. Dann nahm ich am Integrationskurs teil, den ich im März 2017 erfolgreich bestanden habe. In Syrien habe ich eine berufliche Industrieoberschule 2009 mit dem Fachabitur abgeschlossen und danach ein technisches Diplom im Bereich Ingenieurwesen für Automatisierung abgelegt. Bevor ich mein Wirtschaftsstudium an der Universität Aleppo beenden konnte, zwang mich die Kriegssituation zur Flucht. In Magdeburg wollte ich eigentlich an der Universität studieren, aber mein Diplom reichte leider nicht für eine Zulassung. Meine Deutschlehrerin hat mir dann das Projekt „Migrant*innen in duale Ausbildung“ (MiiDU) empfohlen. Es unterstützt Migrant*innen und Geflüchtete bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz. Die Mitarbeiter*innen von MiiDU haben mir sehr geholfen, eine Ausbildung zu finden. Am Anfang wusste ich nichts über Ausbildung in Deutschland, wozu man sie macht, wie sie funktioniert. Gemeinsam haben wir dann etwas gesucht, was zu meinen Ausbildungserfahrungen passt. Die Mechatroniker-Ausbildung weist viele Ähnlichkeiten mit meinem technischen Diplom auf. Da habe ich mich entschieden und viele Bewerbungen geschrieben. Bei der Firma „Burger Knäcke“ hat es dann geklappt, und ich kann ab August 2017 in Burg eine Ausbildung beginnen. Dazu kann ich sagen, ich habe alles mit MiiDU gemacht. Wenn man etwas tun will, dann kann MiiDU helfen.

Wenn ich meine Ausbildung beginne, dann fahre ich regelmäßig mit dem Zug von Magdeburg nach Burg. Läuft alles gut, dann kann ich mir vorstellen, nach Burg zu ziehen. Auf jeden Fall möchte ich meine Ausbildung beenden und immer besser Deutsch lernen. Dazu spreche ich viel mit deutschen und europäischen Bekannten und versuche, nicht zu oft arabisch zu sprechen. Später möchte ich eine gute Arbeit finden oder vielleicht Maschinenbau studieren.

Das komplette Interview als pdf

Wenn Ihr auch auf der Suche nach einer Ausbildung seid, Unterstützung bei Berufsorientierung oder der Erstellung von Bewerbungsunterlagen braucht, dann vereinbart einen Termin mit unseren Projekt-Mitarbeiterinnen unter: 0391/ 81 900 222 oder per Mail mit Ilka Frebel (Ilka.Frebel[at]daa.de) oder Saskia Schlosser (Saskia.Schlosser[at]daa.de).

Hier bekommt ihr mehr Informationen zum Projekt!