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Sprache ist alles in Deutschland

Sprache ist alles in Deutschland

Heute waren die zwei jungen Azubis Muhamad J. und Marwan E.  bei uns zu Gast, um die Ausbildungschancen und die Ausbildung bei EDEKA in unseren Sprachkursen vorzustellen. Wir haben uns mit ihnen unterhalten, um mehr über ihren Werdegang in Deutschland zu erfahren.

Muhamad J. ist 25 und kommt aus Syrien. Er lebt seit 3,5 Jahren in Deutschland. In seinem Heimatland hat er in der Baumaschinenfirma seines Vaters gearbeitet. In Magdeburg besuchte er einen Sprachkurs, hat sich aber auch in seiner Freizeit viel vor allem über Youtube mit der deutschen Sprache beschäftigt. Er kennt die DAA, weil er bei uns seine B2-Prüfung gemacht hat und regelmäßig an den abH teilnimmt. Die abH oder ausbildungsbegleitenden Hilfen unterstützen Azubis bei der Ausbildung.

Marwan E. ist 31 und kommt aus dem Libanon. Auch er ist seit 3,5 Jahren in Deutschland und macht gemeinsam mit Muhamad J. im 2. Lehrjahr die Ausbildung zum Berufskraftfahrer. Im Libanon hat Marwan E. eine Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker gemacht. Hier liegt auch seine Leidenschaft. Marwan E. ist nicht den typischen Weg gegangen und hat Sprachkurse besucht. Er lernte Deutsch mit Hilfe von youtube Videos, hörte und las viel. Außerdem hat er viele deutsche Freunde. Kurz vor Ausbildungsstart hat er bei uns einen B1 plus Sprachkurs besucht.

Wie sind Sie zu einer Ausbildung bei EDEKA gekommen?

Muhamad J.: Ich habe bereits in Syrien in der Baumaschinenfirma meines Vaters gearbeitet. Hier in Deutschland habe ich verschiedene Praktika gemacht. Von einem Kollegen im Sprachkurs erfuhr ich etwas über die Ausbildung bei EDEKA. Ich habe ihn begleitet, als er seine Unterlagen abgeben wollte. Spontan kam es zu einem Gespräch mit dem Chef. Dieses dauerte drei Stunden und ich bekam einen Ausbildungsplatz als Berufskraftfahrer.

Marwan E.: Im Frühjahr 2017 habe ich ein Praktikum bei EDEKA gemacht und bin über das Praktikum an die Ausbildung gekommen. Es war aber ein harter Weg. Ich hatte nur eine Aufenthaltsgestattung. Aber mein Chef und meine Kollegen haben mir geholfen und ich durfte die Ausbildung anfangen.

Was gefällt ihnen besonders gut an der Ausbildung?

Muhamad J.: Wir haben einen tollen Chef. Uns wird bei allen Problemen geholfen. Sie fragen uns was wir brauchen. Für die Teilnahme an den abH werden wir freigestellt. Teilweise haben wir dadurch sogar bessere Noten als die anderen Azubis.

Marwan E.: Ich bin sehr zufrieden bei EDEKA. Wir haben nette Kollegen und eine tolle Arbeitsatmosphäre. Der Chef unterstützt uns immer. Ich liebe besonders die Arbeit in der Werkstatt, weil ich das früher im Libanon gemacht habe. Regelmäßig sind wir in der Werkstatt, diese Tage sind wie Feiertage für mich.

Worauf sind Sie besonders stolz?

Muhamad J. und Marwan E.: Wir sind pünktlich und erledigen unsere Arbeit. Im letzten Jahr haben wir bei EDEKA ein Projekt gewonnen und dürfen nun unsere Ausbildung bei Jobmessen und in Sprachkursen vorstellen. Auf den Jobmessen konnten wir schon viele neue Interessenten für die Ausbildung gewinnen. Darauf sind wir stolz. Im letzten Jahr ist EDEKA auch bester Ausbilder in Sachsen-Anhalt geworden.

Was empfehlen Sie anderen Migrantinnen und Migranten?

Muhamad J. und Marwan E.: Sprache ist alles in Deutschland. Ohne Sprache geht hier nichts. Nehmt die Sprachkurse ernst und bildet euch auch zuhause z.B. über Youtube weiter. Wir haben viel durch die Videos von Dayaa Abdullah gelernt.

Im Gespräch haben wir Muhamad und Marwan noch unser Projekt „MiiDU – Migrant*innne in duale Ausbildung“ vorgestellt. Die Mitarbeiter des Projektes unterstützen Menschen mit Migrationshintergrund bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz in Deutschland. Sie helfen beim Erstellen von Bewerbungsunterlagen und bereiten auf die Vorstellungsgespräche vor oder vermitteln in Praktika. Die beiden waren begeistert und werden gern Interessenten zu uns schicken.

Die DAA Magdeburg dankt Muhamad J. und Marwan E. für das interessante Gespräch. Wir hoffen, dass sie anderen Migrantinnen und Migranten Mut machen, die deutsche Sprache zu erlernen, um hier mit einer Ausbildung oder einer Arbeit Fuß zu fassen.