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„Arbeit macht Spaß“ – UB-Teilnehmer berichtet

Neben Umschulung, Weiterbildung und Sprachkursen führen wir auch die Maßnahme „Unterstütze Beschäftigung“, kurz UB durch. In der UB erhalten Menschen mit Behinderung die Möglichkeit, sich auf dem Arbeitsmarkt zu orientieren und mithilfe von individuellen betrieblichen Qualifizierungen einfache Tätigkeiten in verschiedenen Berufsfeldern zu erproben, um sich praxisnah zu qualifizieren.

Wir haben mit Jan P. gesprochen, er wurde 1984 in Magdeburg geboren, sitzt im Rollstuhl und nimmt seit Januar 2018 an der UB teil.

 Die Agentur für Arbeit weißt die Interessenten der UB zu. Jan P. war froh, dass er die Möglichkeit bekam, bei der UB mitzumachen. Er hatte vorher schon an verschiedenen Maßnahmen teilgenommen, bei denen er zumeist 14tägige Praktika absolvieren musste. Die kurze Praktikumszeit reichte für ihn nicht, um sich in einem Beruf auszuprobieren, den jeweiligen Betrieb und die Mitarbeiter kennenzulernen. Deshalb sagt er selbst: „Ich bin froh darüber Teilnehmer in der UB zu sein und war auch der letzte Teilnehmer der UB1, des ersten Durchgangs.“

Über die DAA sagt Herr P.: „Alle sind nett und freundlich. Ich kann mich nicht beschweren. Bei Problemen und Fragen gibt es immer Unterstützung.“

Wir haben ihn gefragt, wie er in der UB angefangen hat. Daraufhin erzählt er: „Ich habe im Januar 2018 angefangen. Durch meinen Rollstuhl ist es relativ kompliziert einen Praktikumsplatz zu finden. Aber ich hatte Glück und viel Unterstützung durch die Mitarbeiter der DAA und konnte im April bei der Ardagh Metal Beverage Germany GmbH anfangen. Die stellen Dosen her, auch für Coca-Cola.“ Auf die Frage, welche Aufgaben er dort übernimmt, erzählt, er uns, dass er im Büro eingesetzt ist. Dort erstellt er Tabellen Formulare und Vorlagen. Die Arbeit macht ihm sehr viel Spaß und da die Firma in Hermsdorf ist braucht er nur 10 Minuten um zum Praktikum zu kommen.

Einmal in der Woche treffen sich alle UB-Teilnehmer in der DAA, um die Woche zu reflektieren und aktuelle Entwicklungen zu besprechen. Als wir Herrn P. fragen, wie er diesen Tag findet, muss er schmunzeln: „Ich gehe lieber arbeiten. Aber es ist schon sinnvoll. In der letzten Woche haben wir z.B. ein Projekt zum Thema Miete und Wohnen gemacht.“

Auf die Frage, ob er die UB weiterempfehlen würde, antwortet er: „Definitiv Weiterempfehlung, weil man im Praktikum wirklich was lernt. Man bekommt Zeit sich im Betrieb einzuleben und fühlt sich dort auch als Mitarbeiter.“

Sehr gern würde er im Anschluss an die UB beim Unternehmen bleiben. Aber da seine betriebliche Qualifizierung noch bis Januar 2020 läuft, sagt er selbst „da läuft noch viel Wasser die Elbe hinunter“.

Wir wünschen ihm in jedem Fall für seinen beruflichen und privaten Weg viel Erfolg. Lieber Herr P., bleiben Sie weiterhin so positiv.